Die Story

Vom Land in die Stadt und zurück

Wir sind auf dem Land aufgewachsen. Der eine in Wulfsen, der andere in Rosengarten (Ehestorf).
Es dauerte knapp 16 Jahre bis wir uns über den Weg liefen. Von da an gab es jede Menge gemeinsamen Spaß und Partys auf'm Dorf. Natürlich mit Korn! Gemischt mit Cola oder Fanta und natürlich im Verhältnis 1:1, mindestens...

Größten Wert legten wir damals auf eine 24-stündige Ruhepause des edlen Weizenbrands im -18 Grad kalten Eisfach. Gut war der Korn nur, wenn man die Eisschicht mit dem Fingernagel abkratzen konnte. Heute wissen wir, dass dies kein Qualitätsmerkmal ist. Eher im Gegenteil :)

Das waren legendäre Abende und Wochenenden in Scheunen, Zelten, privaten Küchen mit eingebauten Kneipen aus dem 18 Jhd. oder klassisch in den Dorf-Spelunken, wie der Mühle in Wulfsen. Wie die Zeit vergeht...


Es trieb uns nach der Schule in die weite Welt hinaus. Der eine hat es bis nach Harburg an die TU HH geschafft, der andere wollte unbedingt ins Ausland und entschied sich für Köln. 
Wir sind erwachsen geworden und unser Anspruch an alkoholische Erfrischungsgetränke auch. Von Vodka-Longdrinks über diverse Gin-Kreationen bis hin zu edlen Whiskey-Tropfen war alles dabei. Nur eines haben wir irgendwie verloren: Unseren Korn!?


Korn war schlicht nicht mehr existent. Es war ja Sprit. Ein Schluck Benzin aus der Zapfsäule stand einem lauwarmen Korn aus dem unteren Regal im Supermarkt in nichts nach. Heute wissen wir, warum der da unten steht. 
Heute, knapp 15 Jahre nach dem Start unserer Freundschaft und Korn-Karriere, ist der Eine wieder aufs Land gezogen. Wieder Rosengarten. Ist für die Kinder besser und überhaupt. Der Andere ist gerade im Begriff die Segel Richtung Heimat zu hissen.

Und so ergab es sich, dass wir uns am 30. April 2019 auf den Weg machten, im legendären Romaris bei gediegenem Live-Rock 'n' Roll von Pashflow in den Mai zu tanzen. Romaris. Da werden Erinnerungen wach. Naja. 
Wir kamen an, eilten direkt zur Theke und bestellten, wie soll es anders sein, Cola Korn und Fanta Korn. Die Augen aufgerissen, wie Kinder vor dem Weihnachtsbaum, prosteten wir uns zu und nahmen einen großen Schluck.
Der Gesichtsausdruck danach glich allerdings eher dem eines Kindes, was zu Weihnachten selbst gestrickte Socken bekommen hat. Wir waren enttäuscht.

Das war der Start. An diesem Abend haben wir uns entschieden, dass unsere Region etwas Besseres, etwas Geileres, etwas Besonderes verdient hat. Per Handschlag beschlossen wir, einen neuen Korn zu kreieren. Einen Korn für unsere Region. Einen guten Korn. Einen, den man nicht tiefkühlen muss. Einen, der nicht mit Cola verdünnt werden muss. Eine echte Alternative. Und vor allem kein Agentur-Produkt. Damit meinen wir das reine Abfüllen eines bestehenden Korns, der mit einem neuen bunten und coolen Label beklebt und dann für 10 Euro mehr verkauft wird. Wir wollten etwas Eigenes, das so speziell ist, wie die Leute unserer Region. Echt. Direkt. Ohne Schnick Schnack.

Unsere Reise begann natürlich im Internet. Es ist schließlich 2019. Wir haben uns erstmal schlau gemacht, was Korn eigentlich ist, wie er hergestellt wird, was die Regeln sind und was einen guten von einem nicht so guten Brand unterscheidet.

Da wir natürlich keine eigene Brennerei oder Destille besitzen und der deutsche Staat Alkoholproduktion im eigenen Keller ungern fördert, haben wir uns auf die Suche nach Kornproduzenten gemacht. Es gibt schon einige. Mit unserem profunden Fachwissen aus dem Netz wollten wir gleich in den ersten Telefongesprächen punkten. Ja, es war so wie eine Selbstdiagnose via Google und dann ab zum Arzt, um ihm zu erzählen, wo der Hase lang läuft. 
Letztlich wurden wir aber durch die diversen Telefonate mit wirklich coolen Leuten aus der Branche aufgeklärt und wussten, worauf es ankommt. Wir bekamen zig Flaschen zugeschickt und sollten uns dann etwas davon aussuchen, was uns gefällt und dann würde man den für uns abfüllen und fertig. Genau das, was wir nicht wollten. Außerdem schmeckten all diese Körner, die wir nun zu Hause hatten, nicht besonders, nicht speziell und oft auch nicht mal gut.

Wir wollten aber nicht aufgeben und dann fanden wir einen echten Daniel Düsentrieb der Branche, dessen Familie auf über 300 Jahre Kornerfahrung zurückblicken kann. Nach einem intensiven Workshop mit ihm in seiner Manufaktur hatten wir plötzlich richtig Ahnung von Korn und dessen Herstellungsprozess. Dieser Mann hat uns dann zugesagt, mit uns gemeinsam etwas nach unseren Vorstellungen zu entwicklen. Etwas, das es noch nicht gibt, was unverwechselbar und nicht zu kopieren sein wird. Darauf waren wir heiß. Wochenlang entnahmen wir Pipetten über Pipetten aus diversen Produktvariationen, diskutierten, womit man das Produkt vielleicht noch milder, noch samtiger, noch geschmackvoller hinbekommt. Wir änderten laufend die Zusammenstellung, bis dann nach gefühlten 100 Jahren der erste Tropfen Leonhardt unsere Kehlen runter ging. So etwas hatten wir noch nicht getrunken. Das war so anders, so mild, so speziell und so edel. Das war er. Das war genau das, was wir haben wollten und was wir unseren Kunden anbieten möchten.

Die Probe haben wir sofort etikettiert und mit 100% Leonhardt versehen. Diese Rezeptur ging nun in Produktion. 500 Liter bester Korn.

In der Zwischenzeit machten wir uns an die Verpackung, suchten Flaschen, suchten Korken, suchten Etiketten-Druckereien, Etiketten-Designer, Verpackungen für den Versand über unseren Shop, Kartons für den Direktvertrieb und und und. Das alles haben wir natürlich mega unterschätzt. Sucht mal passende Korken zu einer Flasche, die euch auch noch gefallen. Viel Spaß!

Eine ganz eigene Geschichte, war die Entwicklung unserer Etiketten, auf die wir genau so stolz sind, wie auf den Inhalt. Darum haben wir dem Kapitel eine eigene Seite gewidmet. Das müsst ihr lesen. Es war wirklich eine typisch untypische Odyssee. Hier geht's lang.


Letztlich hat aber alles geklappt und wir sind super stolz auf unser Produkt, das ihr euch gleich hier bestellen könnt. Jede Flasche wurde von uns per Hand abgefüllt und beschriftet. Es sind damit alles Unikate und streng limitiert!


Wir hoffen sehr, dass unsere Interpretation eines guten Korns euch genau so gut gefällt, wie uns selbst! Lasst es uns wissen. Wir freuen uns über jedes Feedback, jeden Kommentar und jedes Foto eines Leonhardts in eurer Hand.

Beste Grüße und Prost!


Leos Jungs